Süße Handschrift: Interview mit Sophia
Wieder gute Neuigkeiten für unsere lieben Gäste! Ab Januar übernimmt Sophia, unsere Tochter, einen wichtigen Part in der Küche: Sie wird künftig die Dessertwelt im Euler prägen. Wer Sophia kennt, weiß: Ihre Leidenschaft für süße Kreationen begleitet sie schon seit jungen Jahren. Nun bringt sie ihr Talent und ihren Stil in die Küche rund um Küchenchef Stefan ein und setzt damit ein süßes Ausrufezeichen für das neue Kapitel unseres Hauses. Zeit also, sie ein bisschen näher kennenzulernen.
Welche Rolle spielen Backen und Kreativität in deinem Alltag?
Ich bin ihm Alltag viel zu laut, ich spreche wie ein Wasserfall (jederzeit und immer), habe immer Gute Laune und will unfassbar viel Neues lernen oder erleben. Aber wenn ich backe bin, ich ruhig. Ich entspanne mich dabei und kann einfach beobachten, wie aus vielen Zutaten solche schönen Kunstwerke werden.
Was fasziniert dich besonders an der Patisserie?
Mich fasziniert, wie vielseitig und einfach Backen sein kann. Zum Beispiel von einem einfachen Marmorkuchen bis hin zu richtig großen Torten. Man braucht auch Ruhe, sonst wird kein Dessert etwas. Deshalb mag Mama Backen nicht. Sie stresst den Kuchen und er merkt das – glaub mir.
Welche Menschen haben dich kulinarisch geprägt – vielleicht auch im eigenen Haus?
Eigentlich mein Papa. Schon immer haben wir gemeinsam gekocht, doch dann habe ich ein Praktikum gemacht und gesagt: „Nie wieder kochen!“. Er hat mir mit zehn Jahren extra eine eigene rosa Kochjacke gekauft. Doch dann bin ich nach Salzburg gekommen und dort hatte ich wieder Kochen. Das war das Beste, was mir passiert ist. Ich habe extra Unterricht an dem Wochenende genommen, wo ich tiefer die Patisserie lernte und das war so mega schön.
Welche Zutaten arbeitest du am liebsten ein – gibt es etwas, das du besonders gerne veredelst?
Ich liebe es, Schokolade und Zucker zu verarbeiten. Diese beiden Produkte sind mit Abstand das Coolste: Wie aus Zucker Karamell wird oder wie man Zucker kocht und Formen daraus bastelt.
Hast du schon eine Idee für das erste Dessert, das Stammgäste im neuen Jahr von dir probieren dürfen?
Ja, habe ich. Gemeinsam mit Stefan haben wir den Plan erstellt und die Fotos vom Shooting… das sind meine eigenen Desserts.
Wie fühlt es sich an, jetzt ein Teil des Teams rund um Küchenchef Stefan zu sein?
Komisch, da mich alle länger kennen als ich sie, aber ich freu mich so riesig drauf.
Was sagen deine Familie und das Team dazu, dass du ab Januar die Dessertküche übernimmst?
Also Mama ist ein bisschen traurig, weil ich ihr an der Rezeption sehr fehle, Papa war es schon klar. Er hat gemerkt dass ich mich langweile und in der Küche waren alle überrascht, aber freuen sich sehr auf mich.
Wovon träumst du beruflich – gibt es Ziele, die du neben der Patisserie erreichen möchtest?
Ich würde sehr gerne so gut kochen können wie die berühmten Köche und dann auch auf der Rolling Pin sein.
Was wünschst du dir für das kommende Jahr im neuen Euler Neuschönau?
Dass wir ein richtig gutes Küchenteam werden, auch wenn die Umstellung für alle neu ist.
Süß oder herzhaft – was bestellst du selbst im Restaurant?
Eigentlich darf ich es nicht laut sagen, aber ich hasse Süßes. Ich mag keine Kuchen, keine Desserts, das Einzige, was ich mag, ist Tiramisu. Ich weiß auch nicht… Ich liebe es zu backen, aber essen muss ich es nicht wirklich. Deshalb, wenn ich mich entscheiden muss, bestelle ich immer ein richtig gutes Stück Fleisch oder zu Lachs sag ich auch nie nein.
Wenn dein Charakter ein Dessert wäre – welches wäre es?
Sehr witzig! Keine Ahnung… ein Beeren-Tiramisu vielleicht? Denn durch viele Schichten, Texturen und kleinen Überraschungen passt es genau zu mir, da ich immer etwas zu erzählen habe. Cremige Mascarpone-Schichten, die alles miteinander verbinden und jedem ein warmes, wohliges Gefühl geben. Ein Schuss spritzige Beeren-Sauce oder sogar etwas prickelnde Zitronenzeste: lebendig, fröhlich, nie langweilig. Das Dessert entsteht langsam, liebevoll und meditativ geschichtet. Ein Moment Ruhe im bunten Alltag.
Mit ihrem Einstieg schlägt Sophia nicht nur persönlich ein neues Kapitel auf.
Wir alle im Euler dürfen uns über frische Inspiration und eine Portion jugendliche Leidenschaft freuen. Gerade unsere Stammgäste, die Sophias Weg seit Jahren miterleben, werden ihre Handschrift in den kommenden Monaten „erschmecken“.
Viel Erfolg liebe Sophia und unseren Gästen: Guten Genuss und bis bald!